Autoradio richtig einbauen
Wenn des deutschen liebster Zeitvertreib, das Auto, ein neues oder moderneres Autoradio spendiert bekommt, so fürchten sich viele Besitzer vorm Einbau des Radios. Dazu besteht aber überhaupt kein Grund, denn nahezu alle Komponenten und Schnittstellen sind genormt. Daher reicht schon ein Minimum an handwerklichem und elektrotechnischem Geschick, um den Einbau selbst vorzunehmen und somit Zeit und vor allem teure Werkstattzeiten zu sparen.
Nahezu jedes Fahrzeug ist für den Einbau eines Autoradios vorbereitet (sofern nicht schon ein Gerät installiert ist). Je nach Modell findet sich an den Armaturen ein entsprechender Einbauschacht, der das Radio aufnimmt. Da sowohl die Tiefe dieses Radioschachtes (mindestens 16 cm) wie auch Höhe (5 oder 10 cm) und Breite (18 cm) in der ISO 7736-Norm genau festgelegt sind, kann der Schacht jedes handelsübliche Autoradio aufnehmen.
In der Regel wird zunächst ein Metallrahmen in dem Schacht montiert, der dem Autoradio beiliegt. Dieser Rahmen ist mit mehreren Metall-Nasen versehen, die nach dem Einschieben leicht nach außen verbogen werden, und so den gesamten Rahmen im Schacht fixieren. Das ist erforderlich, um bei späteren Arbeiten am Autoradio nicht die gesamte Konstruktion entfernen zu müssen.
Im zweiten Schritt werden die vorher aus dem Schacht herausgeführten Anschlusskabel am Autoradio selbst befestigt. Auch hierfür sind keinerlei Spezialkenntnisse erforderlich, weil selbst die Lautsprecherkabel, die Stromversorgung und die Antenne allesamt genormt sind. Häufig handelt es sich um eine schwarze Steckereinheit (ISO 10487), die alle wichtigen Anschlusskabel in sich vereint. Die Belegung dieser Blockstecker kann zwar – je nach Radiohersteller – leicht voneinander abweichen, entspricht aber in den wesentlichen Punkten immer der vorgegeben Norm. Schwierig wird es, wenn Autoradio und Fahrzeug neueren Datums sind. In dem Fall können individuelle Belegungen der Stecker zu Fehlfunktionen oder sogar zum Ausfall einzelner elektronisch gesteuerter Fahrzeugfunktionen führen. Hier sollte man sich zumindest den Rat eines Profis einholen, bevor die Bastelei am Autoradio mit Problemen endet.
Nachdem alle Anschlüsse des Autoradios korrekt verbunden worden sind, können die Kabel vorsichtig in den Schacht zurückgeschoben und das neue Radio eingesetzt werden. Oftmals wird das Gerät noch an den Seiten verriegelt, damit es sicher und störungsfrei arbeitet und nicht im Metallrahmen verwackeln kann. Solche Verriegelungen werden durch ein deutlich hörbares Klicken beim Einschieben signalisiert. Zum späteren Lösen der Arretierung liegen dem Gerät ein oder zwei schmale Riegel bei, die seitlich eingeschoben werden.
Wenn bei Einbau des Autoradios keine Fehler gemacht wurden, sollte das Gerät nun reibungslos funktionieren. Dazu gehört nicht nur die Wiedergabe (auch bei abgestelltem Motor) oder die RDS-Anzeige, gerne vernachlässigt wird das so genannte Dauerplus, dass den Speicher des Radios (aktueller Titel, Uhrzeit etc.) versorgt.