Backofen selber bauen
Wer in seinem Garten einen Stein- oder Holzbackofen als Hingucker aufstellen möchte, kann diesen auch recht einfach selber bauen.
Benötigt wird zunächst ein stabiles und ebenes Fundament. Dies kann sowohl aus Beton gegossen, aber auch aus Steinplatten gelegt werden. Wichtig ist nur, dass das Fundament groß genug ist und auch über die Fläche des Ofens hinausreicht, damit die Feuergefährdung eingegrenzt wird.
Für den Unterbau, welcher meist als Holzlager verwendet wird, sollten stabile und schwere Steine verwendet werden. Besonders geeignet sind hier sicherlich Materialien wie Vollziegelsteine oder auch Schamottesteine, welche besonders feuerfest sind. Diese Steine können auch für die Feuerstelle verwendet werden. Auf dem Unterbau wird abermals ein Fundament verlegt, welches aus stabilen Steinplatten bestehen sollte. Diese können mit einer Schicht Schamottesteine belegt werden, welche komplett in den Mörtel gedrückt werden sollten. So entsteht eine feuerfeste und leicht zu säubernde Steinfläche.
Nun wird zunächst ein so genannter Schalungsbau gefertigt. Dieser sollte die Innenmaße des Ofens darstellen und wird zumeist aus Holz hergestellt. Er hat an der oberen Seite eine harmonische Rundung, die spätere Wölbung des Ofens. Die Front sowie die Rückseite des Ofens werden aus einem Holzbrett, auch Spanplatten eignen sich hier, mit etwa 20 mm Stärke ausgesägt. Dabei muss beachtet werden, dass in die vordere Platte eine Öffnung gesägt werden sollte. Die beiden ausgesägten Platten werden nun mit Hilfe von Dachlatten miteinander verbunden. Diese sollten möglichst eng aneinander liegend verschraubt oder vernagelt werden, damit für die später aufgetragenen Steine eine möglichst hohe Stabilität erreicht werden kann.
Wenn der Unterbau fertig gestellt ist, kann er in die endgültige Position auf dem trockenen Fundament gestellt werden. Um aufsteigende Nässe zu verhindern, kann das Fundament zusätzlich mit Dachpappe belegt werden. Nun beginnen die eigentlichen Bauarbeiten mit dem Auftragen der Steinschichten vom Boden anfangend. Werden Vollziegel benutzt, sollten diese vor dem Verlegen ausgiebig gewässert werden. Die Ziegel, aber auch Schamottesteine oder anderes Material, sollten direkt am Holz bündig verlegt werden. Vom Boden weg sollte in einer bestimmten Höhe, je nach Gesamtgröße des Ofens, eine Reihe der Steine nach innen vermauert werden, um eine Auflage für Bleche zu schaffen. Durch die Rundung im oberen Bereich entstehen an den äußeren Kanten Lücken, die mit Mörtel verfüllt werden. Die Wölbung sollte möglichst harmonisch verlaufen. Auf diese erste Steinschicht wird nun, zur Festigung und auch als Dämmschicht, eine Lage Ziegelrabitz aufgelegt. Dieser kann auf jede beliebige Größe zurecht geschnitten werden. Er wird mit zusätzlichem Mörtel mit einer Dicke von etwa 2 cm bestrichen. So entsteht eine gedämmte und absolut exakte Wölbung des Ofens.
Die Holzverschalung im Inneren kann einfach verbrannt werden, nachdem der gesamte Oberbau vollständig getrocknet ist. Durch das spätere Einsetzen einer Tür wird die Wärme im Ofenraum gehalten.