Sparen mit dem Richtigen Stromanbieter
Der Tarifdschungel wird auch im Bereich der unterschiedlichen Stromanbieter immer undurchdringlicher. Um eine erste Übersicht über die jeweils regional günstigsten Anbieter zu erhalten, lohnt sich zunächst der Blick ins Internet.
Hier kann auf diversen Vergleichsseiten und Stromspar-Plattformen der günstigste Stromtarif recherchiert werden. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass die im Web gemachten Angaben meist unverbindlich sind. Das heißt, es kann aufgrund von Tarifänderungen oder anderen Faktoren zu Abweichungen kommen.
Ist ein preisgünstiger Stromanbieter ausgemacht, sollte zunächst ein direkter Kontakt zur erneuten Nachfrage über die aktuellen Preise hergestellt werden.
An dieser Stelle stellt sich die Frage, für wen und in welchem Fall ein Wechsel des eigenen Stromanbieters überhaupt Sinn macht. Erste Anhaltspunkte hierzu finden sich in der letzten Stromrechnung. Sind diese gegenüber den vergangenen Abrechnungen deutlich gestiegen sollte in jedem Falle ein Wechsel in Betracht gezogen werden. Stellt sich dann auch noch heraus, dass andere Stromversorger den Strom wirklich günstiger liefern können, sollte tatsächlich ein Wechsel realisiert werden.
Einige Richtwerte für Haushalte lauten beispielsweise für Singles auf einen Verbrauch von 1.500 kWh, für Familien zwischen 4.000 und 6.000 kWh und für Paare etwa 2.800 kWh.
Diese Werte geben nun einen Anhaltspunkt dafür, ob die steigenden Stromkosten auf einen überdurchschnittlichen Eigenbedarf zurück zu führen sind. Ist dies nicht der Fall und wurde bereits ein Anbieterwechsel anberaumt, ist auf die jeweilige Preisgarantie zu achten. Diese gibt an, wie lange der jeweilige Stromversorger für die aktuell vermeintlich günstigen Preise garantiert.
Des Weiteren sind die Kündigungsfrist, sowie die Vertragsbindung in diesem Zusammenhang zu beachten. Die Befristung einer möglichen Kündigung sollte nicht länger als drei Monate betragen. Im Falle der Vertragsbindung sind nicht mehr als 12 Monate anzuraten. Dies lässt sich maßgeblich mit dem Umstand zu begründen, dass vor Ablauf der Vertragslaufzeit regulär keine Kündigung, beziehungsweise ein Anbieterwechsel vorgenommen werden kann. Die Kündigungsfrist wiederum besagt, wie lange ein Kunde noch nach der Kündigung beim alten Stromanbieter verbleiben muss. Je flexibler sich die Vertragsbedingungen gestalten lassen, umso vorteilhafter ist es für den Kunden.
Vertraglich können sich zudem aus einem Wechsel in einigen Fällen auch zusätzliche Gebühren ergeben. Dies sollte im Vorfeld des Vertragsabschlusses in jedem Fall bedacht werden. Seriöse Anbieter verstecken derartige Kosten im Allgemeinen nicht innerhalb der einschlägigen Vertragsbedingungen.
Wurde ein Anbieterwechsel anberaumt, zieht sich die Vollendung dessen meist bis zum übernächsten Folgemonat hin. Ein Austausch oder eine Umstellung des Stromzählers ist für einen Wechsel des Anbieters nicht von Nöten. Oftmals wird befürchtet, dass es während der Wechselprozedur zu einem Stromausfall kommen kann. Der Gesetzgeber verhindert dies jedoch durch die so genannte Versorgungspflicht. So ist ein Anbieter verpflichtet, dass auch ein Vertragspartner, welcher die Kündigung eingereicht hat bis zum vollständigen Wechsel nahtlos versorgt wird.